21.10.2014

Vergütung des Kondominiumsverwalters


Die Kondominiumsreform enthält Richtlinien für die Vergütung des Verwalters und legt fest, dass dieser bei Annahme des Verwaltungsauftrages die Höhe seines Honorars bekannt geben muss. Diese Vorgehensweise wurde im Kassationsurteil Nr. 22313 vom 30.09.2013 bestätigt, welches besagt, dass die Vergütung zum Zeitpunkt der Ernennung festzulegen ist und allfällige weitere Ansprüche des Verwalters somit ausgeschlossen sind (Art. 1129 ZGB).

Die entsprechenden Bestimmungen finden sich in Art. 1129 Abs. 14 ZGB, der klar festlegt, dass “der Verwalter bei Annahme der Ernennung und deren Verlängerung, bei sonstiger Nichtigkeit der Ernennung, in analytischer Form den Betrag angeben muss, der ihm als Vergütung für die geleistete Tätigkeit zusteht”, und in Art. 1129 Abs. 8 ZGB, nach dem “der Verwalter bei Beendigung des Auftrages ohne zusätzlichen Vergütungsanspruch sämtliche in seinem Besitz befindlichen und die Hausgemeinschaft und die einzelnen Miteigentümer betreffenden Unterlagen aushändigen und die dringlichen Angelegenheiten erledigen muss, um zu vermeiden, dass den gemeinschaftlichen Interessen Schaden zugefügt wird”.

Das Honorar des Verwalters ist also bei dessen Ernennung endgültig festzulegen und lässt keinen Spielraum für Ergänzungen und/oder Präzisierungen.

Es gibt keine offizielle Tariftabelle für Verwalter und die Höhe des Honorars hängt von drei Faktoren ab: a) Größe des Gebäudes; b) Verwaltungsaufwand; c) Ausbildung des Verwalters. Verbreitet sind verschiedene Zahlungsmethoden: Eine sehr geringe monatliche Festvergütung mit einer Reihe von Zuschlägen je nach Anzahl der einberufenen Versammlungen bzw. der geleisteten Tätigkeit oder eine Vergütung, die zwischen ordentlicher und außerordentlicher Verwaltung unterscheidet, mit einem Festbetrag für die ordentliche Verwaltung und einem prozentualen Anteil auf den Wert der außerordentlichen Verwaltung. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, eine Pauschale als Gesamtvergütung der Verwaltungstätigkeit festzulegen, ohne nach ordentlicher oder außerordentlicher Verwaltung bzw. nach durchgeführten Handlungen zu unterscheiden. Der Gesetzgeber hat per Gesetz festgelegt, dass in der Vergütung auch die erforderliche Tätigkeit zur Übergabe der Unterlagen an den neuen Verwalter enthalten ist, um zu verhindern, dass der bisherige Verwalter dafür eine gesonderte Zahlung verlangt. (Kassationsgericht, Zweite Zivilkammer, Urteil Nr. 22313 vom 30.09.2013).


 
23 Januar 2015

Der Steuerbonus von 65% für energetische Gebäudesanierung wurde verlängert

Im Stabilitätsgesetz 2015 (G. 190/2014) wird der Steuerabzug in Höhe von 65% bei Energiesparmaßnahmen an bestehenden Gebäuden bestätigt. Wichtig ist, dass die Ausgaben bis spätestens 31. Dezember 2015 getätigt werden. Die Steuervergünstigung gilt für...
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21 Oktober 2014

Diplom und Lehrgang für Kondominiumsverwalter werden Pflicht

Zu den Neuerungen der Kondominiumsreform gehört auch die Einführung von beruflichen Anforderungen, die Verwalter für die Ausübung des Berufs erfüllen müssen. Das bedeutet in der Praxis: Keine “improvisierten” Verwalter mehr, sondern ausgebildete Personen, die...
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21 Oktober 2014

Vergütung des Kondominiumsverwalters

Die Kondominiumsreform enthält Richtlinien für die Vergütung des Verwalters und legt fest, dass dieser bei Annahme des Verwaltungsauftrages die Höhe seines Honorars bekannt geben muss. Diese Vorgehensweise wurde im Kassationsurteil Nr. 22313 vom 30.09.2013...
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