26.06.2015

Gesetzesbestimmungen für Photovoltaikanlagen: Das neue Installationsverfahren „mit zwei Klicks“ ist Gesetz


Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt vom 27. Mai 2015 ist das Ministerialdekret des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung vom 19.05.2015 in Kraft getreten. Mit dem Dekret wird der Einheitsvordruck (Modello Unico) für die Errichtung, den Anschluss und den Betrieb von kleinen, in das Gebäudedach integrierten Photovoltaikanlagen eingeführt. Das neue Verfahren gilt ab 28. November 2015 und verringert den Zeit- und Bürokratieaufwand für Hausbesitzer und Kondominiumsverwalter, die auf dem Gebäudedach eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von bis zu 20 kW installieren wollen.

Um dieses neue und vereinfachte Verfahren in Anspruch nehmen zu können, muss die Anlage folgende Merkmale aufweisen:

  • Errichtung auf einem Gebäude, das bereits über eine aktive Entnahmestelle in Niederspannung verfügt;
  • maximale Leistung nicht höher als die bereits verfügbare Entnahmeleistung;
  • Nennleistung der Anlage maximal 20 kW;
  • gleichzeitige Beantragung des Zugangs zum “Stromtausch vor Ort”;
  • Errichtung auf dem Gebäudedach, wobei die Anlage in das Dach integriert und die Neigung und Ausrichtung des Dachs beibehalten werden müssen und die Anlagekomponenten die Umrisse des Dachs nicht verändern dürfen;
  • Errichtung auf Gebäuden, bei denen es sich nicht um Villen von seltener Schönheit (ville di rara bellezza) oder Gebäudekomplexe mit einem charakteristischem Erscheinungsbild von hohem ästhetischen und traditionellen Wert (z.B. typische und charakteristische Wohnhäuser eines Ortes) handelt;
  • keine weiteren Produktionsanlagen an der gleichen Entnahmestelle.

Der “Einheitsvordruck” besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist vor Durchführung der Installationsarbeiten und der zweite Teil nach Abschluss der Arbeiten auszufüllen. Das ganze Verfahren wird über ein Online-Portal abgewickelt, so dass der Endnutzer nicht mehr verschiedene Ämter aufsuchen muss. Nachdem der Vordruck vollständig ausgefüllt wurde, veranlasst der Netzbetreiber die nötigen Schritte in Abstimmung mit der Regulierungsbehörde GSE und der Gemeinde. Innerhalb von 20 Arbeitstagen nach Erhalt des ersten Teils des Vordrucks prüft der Netzbetreiber, ob der Antrag kompatibel ist und ob es sich um einfache und auf den Zählereinbau beschränkte Installationsarbeiten handelt. Wenn dem so ist, wird automatisch der Anschluss der Anlage an das Stromnetz veranlasst. Der Netzbetreiber informiert den Antragssteller (Hausbesitzer oder Kondominiumsverwalter), leitet eine Kopie des Vordrucks an die Gemeinde und an die Regulierungsbehörde weiter und gibt die Anlagedaten im Portal des Betreibers ein. Die Anschlusskosten werden dem Antragsteller in Rechnung gestellt.

Stellt der Netzbetreiber bei der Prüfung hingegen fest, dass für den Anschluss aufwendige (oder jedenfalls nicht auf den Zählereinbau beschränkte) Arbeiten erforderlich sind, übersendet er dem Antragsteller einen Kostenvoranschlag für den Anschluss.

Nach Abschluss der Arbeiten muss der Antragsteller dem Netzbetreiber den zweiten Teil des Vordrucks übermitteln. Darin bestätigt er, dass er das Betriebsreglement und den Vertrag über den Stromtausch vor Ort eingesehen hat und akzeptiert. Nach Erhalt des Vordrucks leitet der Netzbetreiber eine Kopie an die Gemeinde und an die Regulierungsbehörde weiter.

“Einheitsvordruck” anzeigen


 
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