21.10.2014

Diplom und Lehrgang für Kondominiumsverwalter werden Pflicht


Zu den Neuerungen der Kondominiumsreform gehört auch die Einführung von beruflichen Anforderungen, die Verwalter für die Ausübung des Berufs erfüllen müssen. Das bedeutet in der Praxis: Keine “improvisierten” Verwalter mehr, sondern ausgebildete Personen, die mindestens einen Oberschulabschluss besitzen und einen Lehrgang von 72 Stunden absolviert haben müssen. Danach sind obligatorische jährliche Fortbildungskurse von mindestens 15 Stunden vorgesehen, in denen die Verwalter über gesetzliche Bestimmungen und Neuerungen unterrichtet werden.

Einzige Ausnahme sind die Miteigentümer, die direkt als Verwalter ihres Kondominiums tätig sind. Sie sind nicht zum Besuch des Lehrgangs und der regelmäßigen Fortbildungskurse verpflichtet. Die neuen Bestimmungen gelten für externe Hausverwalter, die beauftragt werden “die Geschicke des Kondominiums” zu lenken.

Diese Bestimmungen sowie die Regelung der obligatorischen Ausbildung von Hausverwaltern sind am 9. Oktober diesen Jahres in Kraft getreten. So legt es das Dekret zur Umsetzung der Kondominiumsreform, Gesetz Nr. 220/2012, fest.

Zu erwähnen ist, dass der “Beruf” des Verwalters auch von Unternehmen ausgeübt werden kann, die eigens dafür gegründet und mit der Verwaltung des Kondominiums beauftragt werden. Die Gesellschafter, die Verwalter und die Angestellten, die vom Unternehmen mit der Wahrnehmung der Verwaltungsaufgaben betraut werden, müssen die rechtlichen Anforderungen erfüllen.

In den Kursen müssen Themen bezüglich der Aufgaben und Befugnisse des Verwalters sowie bezüglich Gebäudesicherheit, technologische Anlagen und Energieeffizienz, Personen- und Lastenaufzüge, Überwachung der Instandhaltung der gemeinschaftlichen Teile des Gebäudes und Brandschutz behandelt werden. Außerdem erhalten die Verwalter rechtliche Informationen zu Problemen mit Gemeinschaftsräumen, städtebaulichen Vorschriften und Konfliktlösungstechniken.

Miteigentümer, die in ihrem Haus als Verwalter tätig sind, unterliegen nicht der Kurspflicht. Verwalter, die in den drei vorangegangenen Jahren mindestens ein Jahr lang als Hausverwalter tätig waren, sind von der Pflicht eines Oberschulabschlusses und vom Besuch des 72-stündigen Lehrgangs befreit. Sie sind jedoch zum jährlichen Fortbildungskurs von 15 Stunden verpflichtet.


 
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